Regelmäßige Saunagänger sind fast oder völlig frei von Infektionskrankheiten. In der  heißen, trockenen Luft einer Sauna können Viren nicht überleben.
Seit Jahrzehnten weiß man um die positiven Wirkungen der Sauna auf die  menschliche Gesundheit. Die Sauna stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert  die Immunabwehr des Körpers gegen Krankheitserreger und fördert das allgemeine  physische und psychische Wohlbefinden.  

Foto: Pawel Losevsky

Aber wie ist das denn eigentlich mit dem Coronavirus? Während der Pandemie waren Saunen und Thermen mal ganz geschlossen, dann wieder nicht und zwischenzeitlich ware lediglich die Anzahl an Menschen innerhalb einer Sauna beschränkt sowie Aufgüsse verboten. Steckt man sich in der Sauna leichter bei anderen Menschen an? Schauen wir uns zur Klärung dieser Frage zunächst an, wie das Coronavirus überhaupt in den menschlichen Körper gelangt: In den allermeisten  Fällen passiert das durch eine Tröpfcheninfektion; nur sehr selten durch eine Schmierinfektion. Bei der Tröpfcheninfektion stecken wir uns mit dem Virus an, indem man die von anderen Menschen durch Niesen oder Husten ausgestoßenen Tröpfchen einatmet,  welche in der Luft schweben beziehungsweise an Aerosolen angedockt in der Luft enthalten sind. Bei der Schmierinfektion hingegen erfolgt die Übertragung durch die Berührung von Oberflächen wie Handläufen, Türklinken und anderen Gebrauchsgegenständen, die zuvor von einer infizierten Person angefasst worden sind. Mittlerweile ist bekannt, dass dieser Übertragungsweg eher der Seltenheit angehört.
Nehmen wir nun aber an, das Virus schafft es, in den menschlichen Körper einzudringen. Was genau passiert dabei? Das Virus beginnt, sich im Nasen- und Rachenraum anzusiedeln und zu vermehren. Körperzellen sterben ab und nach ein paar Tagen entwickelt der Mensch die typischen Symptome einer Atemwegserkrankung mit begleitendem Fieber. Je tiefer das Virus in die Lunge eindringt, um so mehr Zellen werden geschädigt und sterben ab. Der lebensnotwendige Sauerstoffaustausch kommt zum Erliegen und immer mehr Krankheitserreger können in den Körper eindringen. 

Und wie sieht es nun mit der Übertragung in der Sauna aus; kann man sich mit SARS-CoV-2 anstecken? Generell gilt natürlich, dass nur wer sich ausnahmslos gesund fühlt und keinerlei Erkältungssymptome hat, in die Sauna gehen sollte. Denn Hitze ist für unsere Körper anstrengend und sollte nie unterschätzt werden. Bezogen auf Corona, kann man als gemeingültige Faustformel jedoch festsetzen: Je heißer die Sauna, desto geringer die Ansteckungsgefahr. Inzwischen weiß man nämlich, dass Viren im Allgemeinen und auch das Corona-Virus recht wärmeempfindlich sind. Die in der Kabine eingeatmete Luft hat je nach Art der Sauna und je nach Sitzposition eine Temperatur von 70° – 90° Celsius. In dieser heißen, trockenen Luft können Viren nicht überleben. Diese werden in der Regel ab ca. zehn Minuten Verweildauer und ca. 70° Celsius ‘deaktiviert’. Während verhältnismäßig weniger heiße Dampfbäder ein absolutes Schlaraffenland für Viren und deren Vermehrung darstellen, gehört z.B. die finnische Sauna – was das Thema Ansteckung betrifft, zu den sichersten Orten, die es überhaupt gibt. Während in russischen Saunen die Feuchtigkeit 90% beträgt, werden in finnischen Saunen nicht mehr als 20 bis 25% erreicht.

In zahlreichen medizinischen Studien wurde nachgewiesen, dass das Saunabaden  ein sicheres Mittel ist, um den Körper gegen klassische Infekte zu schützen und  abzuhärten. Durch den regelmäßigen Saunabesuch über einen längeren Zeitraum ist eine deutlich geringere Infektneigung nachweisbar. Zu den positiven Effekten der  Sauna gehören vor allem eine bessere Durchblutung von Haut und Schleimhäuten,  eine Verbesserung des vegetativen Nervensystems und eine bessere Abwehr von  freien Radikalen. Das tiefe Durchatmen in der Sauna und Inhalieren der heißen Luft  schadet den Atemwegen nicht. Im Gegenteil. Es wirkt wie eine Art Training für den  Atemwegsapparat und erhöht langfristig sein Fassungsvermögen. Die Lunge kann  also mehr Luft speichern. Befragungen von regelmäßigen Saunagängern und Saunagängerinnen haben gezeigt, dass die meisten von ihnen fast oder völlig frei von Infektionskrankheiten sind. Ein starkes Immunsystem trägt wesentlich dazu bei. 

-Gütegemeinschaft Saunabau, Infrarot-Wärmekabine und Dampfbad e. V.