Foto: Hanno Boeckfuer

Mitte April gab das Bezirksamt Treptow-Köpenick neue Informationen bezüglich des Kannegrabens in Johannisthal bekannt. Explizit geht es hierbei um den Abschnitt zwischen der Rixdorfer Straße und der Südostallee. Östlich davon befindet sich die Eisenbahnersiedlung aus den 1920er Jahren. Aktuell wird der Graben partiell für gärtnerische Zwecke genutzt, ist an anderen Stellen jedoch zugewachsen und nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts verlor er seine ursprüngliche Bedeutung und Funktion als Entwässerungsmöglichkeit von Wiesenflächen. Entsprechend wird nun eine Umgestaltung des Kannegrabens zu einer grünen Wegeverbindung erschlossen, die den ursprünglichen Grabenverlauf jedoch nicht gänzlich in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild verdrängen, sondern künftig vielmehr als landschaftsbildprägendes Element zu stärkerer Geltung verholfen werden soll. „Aufgrund der linearen Gestalt sowie der Funktion als Verbindungsachse zwischen dem Friedhof Baumschulenweg im Norden und der Königsheide im Süden weist der Graben ein hohes Potential für die Entwicklung als Erholungsraum auf. Im Vordergrund stehen daher die Wiederherstellung der Zugänglichkeit des Kannegrabens und die Schaffung einer barrierefreien Wegeverbindung.”, heißt es in der Pressemitteilung des Bezirksamts. Derzeit werde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, deren Ziel die Abbildung diverser Varianten und Konzepte der Wegegestaltung darstellt. Bei der Untersuchung werden auch die Biotopverbundfunktion sowie Möglichkeiten der Aufnahme lokal anfallender Niederschlagswassers berücksichtigt. Mit der Durchführung der Machbarkeitsstudie wurde das Büro Dr. Szamatolski Schrickel Planungsgesellschaft mbH beauftragt. Die Fertigstellung ist für Ende Mai 2022 vorgesehen.

– A. Schwirrat