Foto: Iman Khrutmuang

Wie nun Stefanie Fuchs (DIE LINKE) auf Facebook mitteilte, plant die Supermarktkette Lidl, die Filiale in der Wendenschloßstraße 9 abzureißen. An selber Stelle soll im Nachgang eine größere Filiale errichtet werden, was Bedenken bezüglich des zu überbrückenden Zeitraums weckt: „Die Anwohner*innen des Allende-Viertels haben nicht viele fußläufige Einkaufsmöglichkeiten und viele sind auf den Discounter als wichtigen Nahversorger angewiesen. Daher ist eine Schließung über einen längeren Zeitraum nicht akzeptabel.“ Die Linksfraktion schlug auf der Bezirksverordnetenversammlung als Lösung vor, als genauen Standpunkt des Neubaus den vorhandenen Parkplatz zu nutzen. So könne die alte Filiale bis zur Fertigstellung der neuen genutzt und damit einhergehend die fußläufige Lebensmittelversorgung gewährleistet werden. Aktuell sind allerdings keine genauen Bautermine bekannt; fest steht aber, dass das Projekt im Jahr 2023 an den Start gehen soll. 

Auch in Alt-Treptow und Plänterwald dürften manche Anwohner*innen künftig nach anderen Einkaufsmöglichkeiten Ausschau halten, denn auch hier stehen einschlägige Veränderungen an: Nach aktuellen Informationen soll der Vollversorger der Marke „Real“ im Parkcenter Treptow zum 16. Juni 2022 schließen, wie es nun in einer Pressemitteilung von der Fraktion DIE LINKEN hieß. Dazu erklärt Uwe Doering, Sprecher für  Stadtentwicklung der Fraktion DIE LINKE: „Besonders für Menschen, die nicht so mobil sind und auf fußläufige Einkaufsmöglichkeiten angewiesen sind, wäre eine Schließung von „Real“ ein großes Problem. Im Bereich finden sich keine Läden, die ein größeres Sortiment als Lebensmitteldiscounter anbieten. Hier entsteht wiederholt das Problem, dass durch Nachverdichtung und Neubau immer mehr Menschen auf engem Raum leben, die Versorgung in der Nachbarschaft aber zunehmend vernachlässigt wird. Die Menschen brauchen nicht nur Wohnungen und hippe Restaurants, sondern auch Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, soziale Treffpunkte, Kindergärten, Schulplätze und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch im Treptower Norden nehmen die Probleme jetzt offenbar zu.“ Mit mehreren Anfragen an das Bezirksamt versucht die Faktion DIE LINKE auf das entstehende Problem aufmerksam zu machen und die Suche nach Lösungen anzuschieben.

– A. Schwirrat