Foto: Dirk

Das Neun-Euro-Ticket der Deutschen Bahn mag die Gemüter spalten. Dennoch ist der Grundgedanke gut: Die Menschen motivieren, mehr mit Bahn und Bus anstelle des eigenen Autos unterwegs zu sein. Das klingt in der Theorie erstmal toll, kratzt aber – sobald man sich eher am Stadtrand befindet, manchmal an den Grenzen des Machbaren. Gerade in den Außenbezirken gibt es Ecken, die der Nah- und Fernverkehr nicht erreicht oder aber nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit. Und dann steht man da – mitten in der Nacht – und muss sich schlussendlich ein Taxi rufen, um zur nächstgelegenen Station zu gelangen. Hier soll im Sommer der BVG-Rufbus Abhilfe schaffen – zumindest bis zur Spreegrenze. Die BVG erklärt auf ihrer Website: „Der BVG Rufbus (Arbeitstitel) wird in einem über 60 Quadratkilometer großen Bediengebiet im Osten Berlins rund um die Uhr im Einsatz sein. Er soll Fahrgäste zu den regulären ÖPNV-Haltestellen bringen oder sie dort abholen. Es werden aber auch Direktfahrten im Bediengebiet möglich sein. Wie für den Nahverkehr typisch, wird er dabei Fahrten bündeln und somit für weniger Verkehr auf Berlins Straßen sorgen.“ Gerufen wird der Bus übrigens per App und kostet nicht mehr, als die üblichen Fahrten auch. Wer den Rufbus nach Treptow bestellen möchte, wird allerdings keinen Erfolg haben: In Treptow-Köpenick fährt der Bus nur bis zur südwestlichen Grenze; heißt: vorrangig werden die Köpenicker*innen vom Rufbus profitieren.
Übrigens hat die Deutsche Bahn nun auch berlinweit fünf sogenannter Pop-Up-Radstationen eingerichtet. Auch in Treptow-Köpenick, an den Bahnhöfen Wilhelmshagen, Friedrichshagen und Grünau, warten somit Leihräder auf Ausflügler*innen, um sie ohne Bus, Bahn oder Auto weiter ins Grüne zu befördern. Die Ausleihe und die Zahlung erfolgen hierbei mit der ‘Call a Bike-App’ und die Rückgabe ist ausschließlich an einer der fünf Pop-Up-Stationen möglich. „Ausflugsreisende kommen noch bis zum 3. Oktober einfach und klimaschonend mit Bahn und Rad ans Ziel“, wirbt die DB auf ihrer Homepage.