Foto: K. Barthold

Zu Beginn der Pandemie entstand an einem Ende des Fußgängertunnels, am S-Bahnhof Schöneweide, ein sogenannter Gabenzaun. „Täglich werden Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt, die durchaus noch genießbar wären. (…) Bedürftige, die auf kostenloses Essen angewiesen sind, haben es durch die Maßnahmen in der Pandemie immer schwerer dieses zu bekommen,“ steht auf einem befestigten Schild. Mit dem ersten Lockdown ging nicht nur die Tatsache einher, dass es für Obdachlose oder Menschen in schwierigen Lebenslagen schwerer wurde, einen sicheren Schlafplatz für die Nacht zu finden; auch Lebensmittelausgaben waren eingeschränkt und viele Hilfseinrichtungen vorübergehend geschlossen. Zäune, wie dieser, sollen solche Defizite wenigstens etwas auffangen und z.B. auch im Winter eine Anlaufstelle in Sache Kältehilfe darstellen. Denn neben Lebensmittelspenden können hier auch Kleidung, Schlafsäcke oder andere Sachspenden hinterlegt werden. Aber nicht nur Kälte, sondern auch extreme Hitzewellen sind für Obdachlose lebensbedrohlich. Vielleicht lassen wir also beim nächsten Einkauf oder Spaziergang mal den ausrangierten Sonnenschirm, eine Flasche Wasser, etwas Obst oder ein leichtes Kleidungsstück, zum Überwerfen als Schutz gegen die Sonne, dort.