Foto: Bezirksamt Treptow-Köpenick

Der Wasserspielplatz „Plansche“ im Plänterwald wurde am Freitag, den 29. Juli, nach erfolgter Sanierung wieder eröffnet. Absofort können sich Groß und Klein wieder an der Plansche erfrischen – was bei den anhaltend hohen Temperaturen mit Sicherheit eine willkommene Abwechslung darstellt. Mit den Sanierungsarbeiten ging auch eine Überarbeitung der Besuchsregelung einher – die, nebenbei gesagt, schon lange überfällig war.
Im letzten Jahr hatte ein Vorfall in der Plansche für Aufsehen gesorgt: Eine Mutter wurde von Sicherheitsdienst und Polizei des Geländes verwiesen, weil sie sich „oben ohne“ sonnte. Damit machte das Bezirksamt – ohne ersichtlichen Grund, von seinem Hausrecht Gebrauch. Die Betroffene verklagte anschließend das Bezirksamt und initiierte damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Geschlechtergleichstellung. Vorbei sind die Zeiten, in denen Nacktheit „im öffentlichen Raum (…) als eine die Allgemeinheit belästigende grob ungehörige oder gefährdende Handlung oder Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung”, galt, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. Von nun an müssen Besuchende der Plansche lediglich ihre primären Geschlechtsmerkmale bedecken, wozu der Oberkörper nicht gezählt wird. Damit ist der Dresscode nunmehr diskriminierungsfrei.
Dazu erklärt Philipp Wohlfeil, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE: „Ich freue mich, dass das Bezirksamt zur Eröffnung der Plansche unserem Vorschlag und der Empfehlung der Ombudsstelle, der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung gefolgt ist. Nacktheit im öffentlichen Raum wird heute nicht mehr als grob ungehörig oder gefährdend wahrgenommen. Das Bezirksamt beendet damit die Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts. Treptow-Köpenick ist tolerant und weltoffen und Regeln müssen für alle gleich gelten.“

– A. Schwirrat