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Schon des Öfteren wurde hier und auch in zahlreichen anderen Medien von den sogenannten Montagsspaziergängen berichtet. Teilnehmende sind gegen die Impfpflicht, gegen Coronamaßnahmen und seit Anbeginn des Krieges auch gegen die Unterstützung der Ukraine. Ihre Überzeugungen tun sie in gemeinsam gesungenen Liedern oder Parolen kund. Das alles darf übrigens noch immer unangemeldet und regelmäßig stattfinden – zum Beispiel in Müggelheim. Zu ihnen scheint sich nun die Gruppierung bzw. die Kleinstpartei „Freie Sachsen“ gesellt zu haben – oder doch eher andersherum? So oder so tümmelten sich bei einer der vergangenen Montagsspaziergänge deren Teilnehmende jauchzend unter einem Banner der „Freien Sachsen“, die – beiläufig erwähnt, seit Anfang des Jahres nachrichtendienstlich beobachtet wird, da der sächsische Verfassungsschutz die Inhalte jener Partei als verfassungsfeindlich und rechtsextremistisch eingestuft hatte. Gegründet wurde die Partei Anfang 2021, unter anderem von Stefan Hartung, der in seiner Vergangenheit eine lange Karriere bei der rechtsextremen NPD zu verbuchen hat und bei der „Freie Sachsen“ nun auf der Position des Parteivize sitzt. Die Polizei scheint das jedenfalls nicht zu stören, hat sie doch die fragwürdige Versammlung unter dem Plakat lediglich aus der Ferne verfolgt. Der Tagesspiegel hat mittlerweile eine Stellungnahme angefordert.

– A. Schwirrat