Foto: Kira Hofmann

Kulturfestival 2022 im Mellowpark Berlin

Am vorletzten Augustwochenende (20./21. August 2022) war es endlich soweit! Nach zwei Jahren Pause öffnete der Mellowpark seine Pforten und lud zum diesjährigen Mellow Jam Kulturfestival ein. Hier trafen internationale Künstler*innen, wie die amerikanische R’n’B-Sängerin Ogi, auf lokale Acts (Yecca, MKS, A.D.H.S., u.v.m.) und Newcomer*innen aus der Hood. Auf drei Bühnen konnten Jugendliche und junge Erwachsene zu H wie Hip-Hop bis T wie Techno tanzen, Indoor und Outdoor, live und in Farbe. Begleitet wurde das Ganze mit den feinsten kulinarischen Köstlichkeiten, vielseitigen Workshops und dem einen oder anderen Sport-Contest. Im diesjährigen Fokus stand auch und vor allem, das diesjährige Programm diverser zu gestalten.
Und auch dieses Jahr wurde das Wort „Gemeinschaft“ ganz groß geschrieben. Über 300 Jugendliche, junge Erwachsene, Vereinsangehörige, Freund*innen des Mellowparks, Akteur*innen und Künstler*innen machten das Mellow Jam zu dem, was es ist: eine Veranstaltung, die verschiedene Jugendkulturen an einem Ort – dem Mellowpark in Berlin Köpenick, verbindet. Die Locals des Vereins, „all eins e.V.“ (Anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe) entwickelten 2022 ein Festivalformat von jungen Menschen für junge Menschen, bei dem für einen erschwinglichen Preis, vor allem nach den zwei Jahren Einschränkungen, wieder der Spaßfaktor im Vordergrund stehen sollte. Aber vor allem ging es auch darum, sein eigenes Festival auf die Beine zu stellen. Begleitet von Expert*innen aus den verschiedensten Bereichen, konnten sich Jugendliche und junge Erwachsene ausprobieren, mitmachen und mitgestalten – ob im Vorfeld beim Booking, bei der Dekoration des Geländes, während des Events an der Kasse, als Artistcare, in der Team Area oder der Gastronomie. Überall waren junge Menschen an den verschiedensten Stationen eingeteilt und haben die Umsetzung des Jams erst durch ihr Ehrenamt möglich gemacht.

Foto: Kira Hofmann

Für die 2.000 Besucher*innen wurde ein breites Programm geboten: Feinste Livemusik auf der Alternative Stage, mitten im Streetpark, wo nebenbei ein BMX- und Skate Contest im Jam-Format ausgetragen wurde. Auf der Mainstage spielten sowohl Newcomer*innen als auch lokale Berliner Künstler*innen. Außerdem fand nebenher traditionell das Berlin Spray und Hip Outside Rapbattle statt. Auf der Wiese wurde gechillt und Basketball gespielt. Auf der großen Minirampe wurde von der Community in Bowls ein integriertes Rollschuh Event für junge Mädchen und Frauen mit Contest, Workshops und Flohmarkt ausgetragen und auf der Trockenwiese war die Techno Bühne zu finden, bei der unsere Residents des ALL-Clubs sowie viele weitere Berliner DJs auflegten. Das große Highlight war abschließend die große Aftershowparty am Samstag. Abgerundet wurde das Programm durch diverse Stände, wie zum Beispiel dem des eigenen Projektes „Jugendzentrum 2.0“, bei dem zusammen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen das neue Jugendzentrum auf dem Mellowpark entwickelt wird. Hier wurde über den aktuellen Planungsstand des Projektes informiert und die Zielgruppe zu den wichtigsten Themen eines Jugendzentrums befragt. Unterstützt wurde die Präsentation durch das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Treptow-Köpenick. In der Outdoor-Siebdruckwerkstatt „Atelier 256“, wurden an dem Wochenende eigene Beutel kreiert und im Chillbereich direkt an der Spree konnten sich die Besuchenden mit Henna bemalen lassen.
Und weil es so schön war, stürzen wir uns schon bald in die Planung für das Jahr 2023 und nehmen alle Erfahrungswerte dieses Jahres mit in unser nächstes Jam, um im kommenden Jahr mindestens genauso, wenn nicht noch besser, an den Start gehen zu können. Am wichtigsten für uns ist jedoch auch weiterhin, mit dem konzeptionellen Ansatz im Sinne der Jugendkultur zu agieren. Wir sind gespannt, was wir gemeinsam für das Jahr 2023 realisieren können.
Natürlich ist die Umsetzung der Mellow Jam nur mit der Unterstützung unserer Fördernden umsetzbar; in diesem Jahr geht ein besonderer Dank an „Stark_Gemacht”, das Bezirksamt Treptow-Köpenick sowie „Aufholen nach Corona“!

–Kira Hofmann