Foto: Sascha-Kohlmann

Wer kennt es nicht? Man ist unterwegs und auf einmal meldet sich die Blase. Ist man zu dem Zeitpunkt gerade im städtischen Bereich unterwegs, hat man höchstwahrscheinlich Glück und kann im Notfall die Toilette eines Cafés oder Restaurants nutzen. Dieses Glück blieb während der coronabedingten Lockdowns allerdings aus. Umso schöner, wenn man dann innerhalb der näheren Umgebung eine öffentliche Toilette findet.

Deren Nutzung ist binnen der vergangenen Jahre rasant durch die Decke geschossen. Ob es sich dabei tatsächlich um eine Auswirkung der Pandemie handelt, ist nicht ganz eindeutig: „Ob oder in welchem Umfang es sich auf die Toilettennutzungen ausgewirkt hat, dass während der gesamten Corona-Pandemie die Toilettenanlagen geöffnet blieben, während Restaurants etc. schließen mussten, andererseits während des Lockdowns das öffentliche Leben aber auch insgesamt eingeschränkt war, lässt sich mangels Vergleichsdaten nur mutmaßen“, heißt es laut Tagesspiegel in der Antwort auf eine Anfrage von Christian Hochgrebe (SPD).

Fakt ist aber, dass innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre, sage und schreibe, 278 neue öffentliche Toiletten eingerichtet worden sind und die Nutzungszahlen mittlerweile fast achtmal so hoch sind: „Waren es 2019 noch 154.045 Nutzungen, zählten die Betreiber allein im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits 807.454 Nutzungen“, schreibt der Tagesspiegel.

Die allermeisten öffentlichen Toiletten funktionieren allerdings noch immer so, dass männlich gelesene Personen für die Nutzung ihres Pissoirs nichts zahlen, während weiblich gelesene Personen, die allein schon aus rein anatomischen Gründen nicht dazu in der Lage sind ein Pissoir zu nutzen, nebenan zahlen müssen. Somit besteht noch immer enormer Verbesserungsbedarf in Sachen öffentliche Sanitäreinrichtungen. –Alexandra Schwirrat

– Alexandra Schwirrat